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Berlin 03.05.2022 – Somit wird dem Unternehmen weiterhin eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management von Immobilien bescheinigt.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Pullach wurde im Jahr 1981 gegründet und beschäftigt aktuell 97 Mitarbeiter. Im Dezember 2016 erwarb die Corestate Capital Holding S.A. 94,9% der Anteile, was die Plattform der Corestate um das Privatkundensegment erweiterte. Hannover Leasing bildet damit zudem die Asset Management Plattform für Gewerbeimmobilien innerhalb der Corestate-Gruppe. Des Weiteren erbringt Hannover Leasing zunehmend auch Dienstleistungen für weitere Corestate Konzerngesellschaften im Bereich Back Office.

Historisch fokussierte sich Hannover Leasing auf die vier Bereiche Immobilien Inland, Immobilien Ausland, Flugzeuge sowie „alternative Investments“. Seit 2015 konzentriert sich Hannover Leasing strategisch ausschließlich auf die Assetklasse Immobilien, auf welche dieses Rating abstellt. Im Segment Immobilien hat Hannover Leasing in ihrer Firmenhistorie bislang 125 Fonds sowie 53 strukturierte Finanzierungen aufgelegt. Dabei wurde ein Volumen von ca. 10,9 Mrd. Euro investiert. Per 31.12.2021 werden 54 Immobilien mit einem Immobilienvermögen von 4,1 Mrd. Euro aktiv – d.h. außerhalb von Leasingkonstrukten – verwaltet. Die Assets under Management verteilen sich hierbei nahezu hälftig auf das In- und das Ausland.

Das Rating wird wesentlich gestützt durch (1) das sehr gute Asset Sourcing und operationale Asset Management, (2) die sehr weitreichende Branchenerfahrung der ersten und zweiten Führungsebene, (3) die sehr hohe Qualifikation des für Transaktionen zuständigen Teams sowie (4) die Qualität der Investmentprozesse und des Risikomanagements.

Im Segment Immobilien stellt sich der Track Record insgesamt als im Branchenvergleich leicht überdurchschnittlich dar. Das sehr gut gemanagte Bestandsportfolio kann eine faktische Vollvermietung der rund 1,1 Mio. Quadratmeter Mietfläche mit seinen rund 500 Mietern vorweisen.

Generell beurteilt Scope die Managementstruktur als für den Geschäftszweck gut aufgestellt. Die Funktionsbereiche sind voneinander abgetrennt und Verantwortungen klar zugeteilt sowie angemessene Backup-Funktionen eingerichtet. Darüber hinaus begrüßt Scope, dass die Themenkomplexe Research und Nachhaltigkeit gruppenübergreifend auf Ebene der Corestate gesteuert werden.

Bezüglich der Covid19-Krise ist positiv anzumerken, dass nur ein sehr geringer Anteil auf Hotel- und kritische Einzelhandelssegmente entfällt. Das Gros der Investments (>80%) entfällt auf den Bürosektor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Risiken in diesem Sektor im aktuellen Marktumfeld weiter ansteigen werden.

Das Management der Hannover Leasing zeichnet sich durch vorausschauendes Handeln und Agieren aus, so dass sich zum Ratingzeitpunkt auf der Investmentseite weiterhin keine nennenswerten Auswirkungen auf das Immobilienportfolio und damit den Geschäftserfolg abzeichnen.

Zum Teil wegen der während der Pandemie notwendig gewordenen verstärkten Fokussierung auf den Immobilienbestand bestehen Herausforderungen auf der Vertriebsseite. Im Jahr 2021 blieb die Eigenkapitaleinwerbung hinter den Erwartungen zurück. Es wurden rund 141 Mio. Euro Eigenkapital platziert und das Neugeschäftsvolumen lag bei 249 Mio. Euro. Damit hat die Hannover Leasing-Gruppe das Platzierungsvolumen aus 2020 um circa 20 % verfehlt. Für 2022 erwartet die Geschäftsführung ein wieder ansteigendes Neugeschäftsvolumen. Die Personalfluktuation hat die letzten Jahre kontinuierlich abgenommen und Scope geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter anhalten wird, da der aufgrund der Übernahme vollzogene Organisationsumbau nun weitestgehend abgeschlossen ist.

Besonders bei der Nachhaltigkeit sind Weiterentwicklungen im Vergleich zum Vorjahresrating erkennbar. ESG-Aspekte sind in den Investmentprozess der Hannover Leasing implementiert und 2019 wurde der erste ESG-Bericht auf Ebene der Muttergesellschaft Corestate veröffentlicht. Dieser sollte aus Sicht von Scope künftig jedoch noch detaillierter auf die Tochtergesellschaften und das Immobilienportfolio abstellen. Erste GRESB-Assessments für institutionelle Investoren wurden darüber hinaus auf Produktebene durchgeführt, was positiv in die Bewertung einging. Für 2022 wird zudem der erste Spezialfonds als Artikel 9-Produkt erwartet.

Quelle: Scope (03.05.2022)