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Frankfurt, 14.01.2021 – Ein außergewöhnlich starker Jahresendspurt hat auf dem deutschen Logistik- und Industrie-Immobilienmarkt zu einem herausragenden Ergebnis geführt: Mit 8,74 Mrd. Euro wurde sogar der bisherige Transaktions-Bestwert aus 2017 knapp übertroffen.  „Unbeeindruckt von Corona markierten die Monate Oktober bis Dezember 2020 mit über 2,7 Mrd. den stärksten Dreimonatszeitraum seit dem zweiten Quartal 2017“, zieht Nick Jones, bei JLL Head of Germany, Logistics & Industrial Investment, Bilanz. 2017 hatte der Deutschlandanteil des Kaufs des europaweiten Logicor-Portfolios das Ergebnis gepusht. Im 10-Jahresschnitt bilanziert das Rekordjahr 2020 mehr als eine Verdoppelung des Transaktionsvolumens: von 2010 – 2019 lag das Volumen im Durchschnitt jährlich bei knapp 4,2 Mrd. Euro.

Über 1,9 Mrd. mehr als 2019 wurden investiert, das Plus gegenüber dem Vorjahr (über 6,8 Mrd. Euro) lag bei 28 Prozent. Noch eindrucksvoller zeigen sich die Statistiken im Vergleich zum gesamten Immobilien-Investmentmarkt, der (inklusive Living) um rund 11 Prozent unter dem Vorjahresvolumen lag. In der Bilanz erhöhte sich der Anteil der Logistik am gesamten Transaktionsvolumen von 8 auf 11 Prozent. Mit Ausnahme von Living und Logistik konnten alle anderen Assetklassen das Ergebnis des Vorjahres nicht wiederholen – sie registrierten allesamt einen Rückgang der Transaktionsvolumina. „Was 2020 auch passierte – Corona bedingte Lockdowns unterschiedlicher Abstufung, US-Präsidentenwahl, Unsicherheiten in Sachen Brexit-Abkommen: Logistikobjekte in Deutschland waren und blieben gefragt. Auf der Suche nach ‚sicherem‘ Produkt in unsicheren Zeiten fiel die Wahl oft auf die Logistik“, so Nick Jones weiter. Die Nachfrage war in der zweiten Jahreshälfte hoch und habe dabei zum Jahresende sogar noch angezogen, erkennbar anhand der Gesamtanzahl aller Abschlüsse, die sowohl vom ersten zum zweiten Halbjahr als auch vom dritten zum vierten Quartal um jeweils knapp 50 Prozent zugelegt habe.

Quelle: JLL (PM 14.01.2021)