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Berlin, 29.05.2020 – Der Finanzausschuss des Bundestages hat in eine öffentliche Anhörung zum „Entwurf eines Gesetzes zur Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ durchgeführt. Auf die Frage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler erklärte die Exekutivdirektorin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Elisabeth Roegele, dass die BaFin damit rechnet, dass die Hälfte der derzeit 37.000 Vermittler künftig unter das Dach einer Vertriebsgesellschaft schlüpfen werden und damit ihre Zulassung als Finanzanlagevermittler zurückgeben werden.

Schäffler zeigte sich von der Antwort überrascht. „Auf meine Kleine Anfrage und meine schriftliche Frage hat die Bundesregierung mehrfach geantwortet, dass sie bei der Kostenkalkulation – die umlagerelevant ist – von 37.000 Vermittlern ausgeht. Die laufenden Kosten für die verbleibenden selbständigen Vermittler steigen entsprechend an. Die Annahme, dass dies bei den Finanzanlagenvermittlern bei unter 1.000 Euro pro Jahr bleibt, ist daher falsch. Die Kosten werden ein Vielfaches davon betragen. Die Regierung täuscht damit die Öffentlichkeit und auch die betroffenen Vermittler“, sagte der FDP-Politiker nach der Anhörung.

Eine Aufzeichnung der Anhörung kann unter https://dbtg.tv/cvid/7446494 angesehen werden.

Quelle: Frank Schäffler, MdB