Berlin, 09.12.2019 (OPM): Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die heutige Kundgebung eines breiten Bündnisses der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft, der Kleinvermieter und sonstiger Betroffener gegen den Berliner Mietendeckel. Der Sprecher der ZIA-Region Ost, Niclas Karoff, sagte: „Es ist gut, dass die Betroffenen des unsinnigen Mietendeckelgesetzes auf die Straße gehen. Es muss deutlich werden, wie sehr dieses Gesetz die Wirtschaft und auch die Mieter und Vermieter in der Stadt negativ betreffen wird.“

Das Problem in Berlins angespanntem Wohnungssektor seien nicht die Bestandsmieten, sondern das knappe Wohnraumangebot. Hier müsse man ansetzen, indem mehr Wohnungen entstehen, so Karoff weiter. Der Mietendeckel sei als Instrument jetzt schon absehbar keine Lösung.

„Abgesehen von der ungeklärten Verfassungskonformität des Gesetzentwurfs, spitzt sich mit dem Mietendeckel die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter zu. Der Mietendeckel verhindert Modernisierungen und führt mittelfristig zu Wohnungen, die nicht instandgehalten werden können. Die Sanierung einer Wohnung kostet (je nach Größe und Zustand) rund 25.000 Euro, von einer energetischen Sanierung der Wohnhäuser ganz zu schweigen. Dafür muss eine moderate Mieterhöhung möglich sein, damit sowohl Mieter als auch Vermieter und die Umwelt profitieren können“, sagte Karoff.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.