Frankfurt, 19.11.2019 – Hannover Leasing zählt zu den aus dem Segment geschlossener Fonds stammenden Anbietern, die sich in Deutschland auch nach Einführung des KAGB mit geschlossenen AIF für Privatanleger, Private Placements sowie Produkten für institutionelle Investoren positioniert haben. Aktuell befindet sich ein offener Immobilienpublikums-AIF in Planung.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Pullach wurde im Jahr 1981 gegründet. Im Dezember 2016 erwarb die Corestate Capital Holding S.A. 94,9% der Anteile, was deren Plattform um das Privatkundensegment verstärkte. Hannover Leasing bildet damit nunmehr die Immobilien-Asset-Management-Plattform für Büroimmobilien innerhalb der Corestate und profitiert von der Warehousing-Kapazität, die die Gruppe bietet.

Die Finanzlage der Hannover Leasing wird durch die Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Corestate Capital Holding bestimmt. Zuletzt blieben die Platzierungszahlen im Bereich Privatanleger und institutionelle Investoren hinter den Planzahlen zurück. Für ihre Kunden verwaltet die Hannover Leasing im Bereich Immobilien derzeit 6,5 Mrd. Euro.

Die Hannover Leasing hat in der Vergangenheit im Bereich Immobilien insgesamt 116 Fonds sowie 47 strukturierte Finanzierungen aufgelegt. Bislang wurden damit Immobilien für rund 12 Mrd. Euro erworben. Der Track Record im Bereich Immobilien stellt sich insgesamt als überdurchschnittlich im Branchenvergleich dar. Dabei ist die Performance der seit 2010 aufgelegten Vehikel mit 5,8 % bei geschlossenen Fonds, 8,4 % bei AIF und 8,2 % bei Club Deals als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Ebenfalls sehr positiv werden die faktische Vollvermietung des gesamten Immobilienportfolios von beinahe einer Million Quadratmeter Mietfläche und das insgesamt sehr gut aufgestellte operative Asset Management bewertet.

Generell beurteilt Scope die Managementstruktur als gut für den Geschäftszweck aufgestellt. Die Funktionsbereiche sind voneinander abgetrennt und Verantwortungen klar zugeteilt, wenngleich aus Sicht von Scope eine Trennung der Bereiche Fonds- und Risikomanagement auf Managementebene wünschenswert wäre. Hervorzuheben ist die überdurchschnittliche Branchenerfahrung sowohl managementseitig als auch auf der Führungsebene. Organisatorisch sind klare Verantwortungsbereiche und angemessene Backup-Funktionen eingerichtet. Die Qualität der Investmentprozesse sowie das Risikomanagement entsprechen einem hohen Standard.

Die IT- und Prozesslandschaft wird stetig weiterentwickelt und soll die Grundlage für noch effizientere Prozesse bilden. Die Einführung von SAP HANA ist jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.

Herausforderungen beim Ankauf geeigneter Investitionsobjekte bestehen zudem in der aktuellen Hochpreisphase, jedoch bewertet Scope die im Rahmen der Investmentstrategie kommunizierten Zielrenditen als realistisch.

Derzeit sind von der Unternehmensgruppe erste Nachhaltigkeitsthemen besetzt, die zukünftig verstärkt umgesetzt werden sollen. So hat CORESTATE im Jahr 2019 ihren ersten ESG-Bericht veröffentlicht. Ab 2020 soll jeder neue Fonds der Gruppe über eine eigene ESG-Strategie und einen dazugehörigen Maßnahmenplan verfügen.

Quelle: Scope Analysis GmbH (Mitteilung vom 19.11.2019)